Nexinger Schweiz & Muschelberg

Öffnungszeiten

1. April bis 10. Oktober
immer Samstag, Sonntag und Feiertag
von 9.00 bis 18.00 Uhr
für Reisegruppen auch unter der Woche gegen Vereinbarung

Gleich hinter dem Schloss befindet sich ein wohl einzigartiger Landschaftsgarten: die Nexinger Schweiz.
(Der Park wird wegen der felsigen Landschaft so genannt.)

Der romantisierende Landschaftsgarten wurde 1802 von Ritter von Heintel, einem Landwirtschaftsfachmann, errichtet. Er betrieb zu seiner Zeit ein Mustergut mit einer Baumschule für Reben und Edelobst sowie eine Seidenraupen-, eine Schaf- und Karpfenzucht. Damals gab es eine Orangerie und zahlreiche Blumen, Sträucher und Obst im Park des Schlosses Nexing – vier Gärtner betreuten das Anwesen. Seit der Zwischenkriegszeit verfiel die Anlage zunehmend, bis wir - die Familie Urani - den Garten für die Öffentlichkeit wieder zugänglich machten.

Nexinger Muschelberg

Der Nexinger Muschelberg ist die eigentliche Attraktion des Landschaftsparks – eine riesige, ca. 12,5 bis 13,5 Millionen Jahre alte Ansammlung von Muscheln aus dem Sarmatium.
Sie bildet die Kulisse für den bizarren Landschaftsgarten. „Geologen aus fernen Ländern kennen Österreich nicht, Nexing aber schon“, berichtet Herr Urani über die Einzigartigkeit des Muschelbergs. „ Es handelt sich um einen Locus typicus, einen Standort, der geologisch seinesgleichen sucht ... und nicht findet!
Ein fossiles Wunder aus wissenschaftlicher Sicht und auch für alle Besucherinnen und Besucher sehenswert!“

Der Landschaftspark

Von den Staffagebauten aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts blieb nur ein schmaler hoher Gang aus Muschelkalk, grottenartige Teile und eine aus grob behauenen Felsblöcken zusammengesetzte Brücke erhalten. Das verwaldete Areal dient teilweise als Wildgehege, und so können Hirsche und Rehe bewundert werden. Ein ruhiger und entspannender Ort, ein Schaugarten der anderen Art, erwartet seine Gäste.

Geschichte von Nexing

Nexing fällt von den Grafen von Burghausen an die Grafen von Plain und die Grafen von Schaunberg. Nach Büttner ist 1259 "Albert von Nehesendorf" urkundlich genannt. Aufgrund von zeitlichen und namentlichen Parallelen mit dem Sitz von Nechsendorf (s. d.) wäre zumindest hinzuweisen.

1326 erscheinen in Nexing die Schönkirchen, 1327 ist Friedrich von Leiben, 1345 Wichard von Arnstein hier begütert. 1341 sitzt ein Pfleger der Liechtenstein auf der Burg. Im 15. Jahrhundert sind die Ruckendorfer begütert. Das bereits öde Dorf kommt 1474 an die Ebersdorfer. Nach Dehio ist hier, bis Mitte des 16. Jahrhunderts, auch das Stift Heiligenkreuz begütert, das einen Wirtschaftsbetrieb zur Karpfenzucht betreibt.
Erst nach 1802, nach der Neubesiedlung des Ortes, errichtet Franz v. Heindl (Heintel) des heutige Schloss. Heute betreibt die Fam. Urani hier die Teichwirtschaft "Gut Nexing".